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Der aktuelle Sternenhimmel

Kosmos Himmmelsjahr November 2021

Kosmos Himmmelsjahr Dezember 2021

 

Tag der offenen Tür des Schloß-Gymnasiums Samstag 20. November 2021   10 bis 13 Uhr
Zu dem Tag, der glücklicherweise wieder als Präsenzveranstaltung mit echten Menschen stattfinden konnte, standen auch die Türen und dank des trockenen Wetters auch das Dach der Sternwarte offen. Im Anmeldeverfahren (um Corona Tribut zollend „Dichteanomalien“ zu vermeiden) hatten 150 Väter oder Mütter mit ihren Viertklässlern eine Besuchsstunde „buchen“ können. Es lief sehr geordnet, ruhig und „distanziert“ ab, unsere Scouts führten die Grüppchen über das große Gelände.
Vor dem Aufgang zur Sternwarte standen Schüler des Projektkurses und die Besucher und Besucherinnen konnten mit Luftballons das Rückstoßprinzip von Raketen ausprobieren.

TdoT 2021 Besucher in der StW Foto Manfred Heise

In der Sternwarte freuten sich dann die aktiven Astronomie-Lehrerinnen, Fragen der interessierten Eltern mit ihren 4.-Klässlern zu beantworten und vorzuführen, was an frisch modernisierten Instrumenten für AGs, Projektkurs und zur Einbindung in regulären Unterricht zur Verfügung steht.

TdoT 2021 Dr. Lisa Zimmermann
TdoT 2021 Claudia Scheffler m. kl. Refraktor und Astrokamera

Bundesweiter Vorlesetag  Freitag, 19. November 2021   17 bis 19 Uhr
Im Rahmen dieses deutschlandweiten „Vorlesetags“ wird am Schloß-Gymnasium – wie auch in den Vorjahren – der Beobachtungsraum der Sternwarte als „Erlebnisort“ angeboten. Im Kontext des Themas „Freundschaft und Zusammenhalt“ lesen zwei Schülerinnen aus der EF 5.-Klässlern aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry vor. Da der Raum nicht beheizt werden kann, werden die 20 Schüler und Schülerinnen aus den 5. Klassen wohl mit Isomatte und Decken anrücken und unterstützend mit Keks und heißem Tee durch Frau Scheffler, der Organisatorin, bei guter Laune und Gesundheit gehalten werden. Bei gutem Wetter wird dann das Dach aufgeschoben und der Weltraum real angeschaut werden können. Die Anmeldung erfolgt über die Klassen.

 

ganz neu:

Wir haben mittlerweile auch ein Demonstrationsokular anfertigen lassen. D.h. man kann am realen Instrument, dem großen Spiegelteleskop C14, in der Sternwarte den Mond, die Andromeda- und Whirlpoolgalaxie sowie Mars und  Orionnebel sehen. Echt ist echter, aber nur darüber zu reden, „man würde können“ oder Youtube-Filme – dafür brauchten z.B. die Grundschüler ja kaum zu Besuch zu kommen.

Und man arbeitet daran, mit einem kleinen Linsenteleskop Bilder aufzunehmen und mit dem Computer zu verbessern. Ein Film vom Mond ist noch etwas instabil, ein Bild vom Jupiter ist gut. (s. oben Bericht vom Tag der offenen Tür, Foto mit Frau Scheffler)

 

Das sind wahrhaft astronomische Dimension. Als zuletzt eine Mondfinsternis so lange über der Erde leuchtete, erfand Johannes Gutenberg gerade den Buchdruck. Aber auch ohne diesen Hinweis zog das Himmelsschauspiel Teile der Welt in den Bann.

Auf zu den Trojanern oder Lucy in the Sky
< noch schreiben>

Sonnenfleckenzyklus – Rätsel gelöst – Erklärung gelungen

Sonnenflekcen 2020 Hawaii Inouye Teleskop; 1858 H. Schwabe

Mit einfachen Mitteln kann ja jeder die Sonnenflecken sehen und zeichnen (Projektionsverfahren! mit Feldstecher). Seit der Apotheker Heinrich Schwabe 1829 seine Apotheke verkaufte, um Zeit für astronomische Beobachtungen zu haben, ist bekannt, dass deren Häufigkeit mit einem Zyklus von knapp 11 Jahren schwankt, dem „Schwabschen Zyklus“. Sein Beobachtungszeitraum von nur 17 Jahren konnte inzwischen durch die Untersuchung alter Baum-Jahresringe bis zum Jahr 969 ausgeweitet werden. Dabei kombiniert man die Dendrochronologie der Archäologen mit hochmodernen und unglaublich genauen Messverfahren zum C14-Gehalt der Holzstücke. In Zeiten starker Sonnenaktivitäten ist das interplanetare Magnetfeld stärker, die Abschirmung der Erde vor hochenergetischen Teilchen von der Sonne deshalb größer, und damit wird die C14-Produktion in der Atmosphäre und die anschließende Aufnahme durch Bäume geringer.
Auch die sehr heftigen Solar Particle Ereignisse (SEP) lassen sich so für die Vergangenheit nachweisen. Das letzte führte zB im März 1989 in Kanada zum Blackout der Stromnetze.
Und es ist jetzt gelungen, die knapp 11-jährige Dauer  des Sonnenflecken-Zyklus zu erklären. Die Sonnenflecken sind idR paarweise und an den Durchstoß-Punkten der Feldlinien auf der Oberfläche der Plasmakugel Sonne. Die Sonne pulsiert und in den unterschiedlich heißen Plasmaschichten der Kugel entstehen durch Auftrieb aufsteigende Masseströme (wie im Kochtopf: Konvektion). Das strömende Plasma nimmt auch seine verwirbelnden Magnetfelder mit. Dieses Strömungsverhalten hat eine Periode von 22 Jahren. Jeweils nach der halben Periode polen sich die Feldlinien um, das ist dann der etwa 11-jährige Zyklus, mit dem die Flecken besonders aktiv bzw. besonders inaktiv sind.
Die Periode von 22 Jahren ergibt sich jetzt aus unterschiedlichen Herangehensweisen, die dank der Sonde SOHO (Solar and Heliospheric Observatory) und der zusammengeschalteten terrestrischen Stationen GONG (Global Oscillation Network Group) jetzt auf sehr genaue Messungen zugreifen konnten. Alle Modelle passen zusammen!
Genaueres zB in „Bild der Wissenschaften“ Juni 2021 S 44 ff

Architekt Jürgen Ringel ist verstorben
Nun weilt er nicht mehr unter uns, der Architekt unserer Benzenberg-Sternwarte. Mit klaren Strukturen des Dessauer Bauhauses hat er für unsere Schule, Benrath und Düsseldorf 2003 ein markantes Gebäude geschaffen. Dabei hat er mit großem Engagement eine hohe Funktionalität für das Arbeiten mit Schülergruppen an 3 Instrumenten realisiert. Wir sind dankbar auch für die letzten Jahre, in denen er noch hoch betagt und quicklebendig am Geschehen in „seiner“ Strenwarte Anteil nahm, zuletzt bei der Übergabe der 3 sanierten und restaurierten Teleskope an die Stadt im November 2020 mit dem Stadtdirektor Herrn Hintzsche.

Fr Dr. Ringel H Heise          H Ringel

Beobachtungsabend für die Astro-AG  Samstag, 18. September 2021
mit Frau Scheffler

Deutschlandweiter Astronomietag der VdS –  16. Oktober 2021
Hier würden wir gerne wieder mitmachen und auch die Sternwarte für die Benrather Öffentlichkeit öffnen. Der Tag „Juwelen am Himmelszelt – Eine Reise zu den Riesenplaneten“  liegt aber genau in der Mitte der Herbstferien, d.h. die Ferienpläne von Schülern und die Coronaspielregeln für freiwilige Schulveranstaltungen sind noch arg volatil, so dass wir hier noch kein konkretes Angebot planen können.

Röntgenkartierung des Kosmos abgeschlossen
Das deutsch-russische Gemeinschaftsprojekt „Spectrum Röntgen Gamma“ hier der Link zur NASA hat die Aufnahmen vollständig erstellen können. Start 2019 in Baikonur, russische Trägerkosntruktion, 2 Röntgenteleskope:
eRosita (d – MPG) extended ROentgen Survey with an Imaging Telescope Array  und
ART-XC (russ.) Astronomical Roentgen Telescope – X-ray Concentrator
Abweichend von der Ursprungsplanung gibt es aber gar kein  ɣ-Strahlungs-Messinstrument.
Positioniert wurde es im Lagrangepunkt 2 (hierzu ein Video). Die Punkte wurden von dem Schweizer Euler und dem Italiener Lagrange entdeckt. Hier kann die Sonde antriebslos mit der Erde um die Sonne kreisen.

 

14. Juli 2021  – das Unwetter im südl. NRW / nördl. Rheinlandpfalz
https://www.mpifr-bonn.mpg.de/mitteilungen/2021/10
Radio-Observatorium Effelsberg von Starkregen betroffen
Von dem extremen Starkregen in der Eifel am 14. und 15. Juli 2021 wurde auch das Radio-Observatorium Effelsberg getroffen. Er führte zu Hochwasser im Bereich des Rötzelbachs und des Effelsberger Bachs, die beide im Bereich des Observatoriums fließen. Die Besatzung des Observatoriums ist nun mit Aufräumarbeiten und der Begutachtung des Schadens beschäftigt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr um die Nachbarschaft besorgt, in der Hoffnung, dass der Schaden an Personen und Sachen nicht noch schlimmer wird. Auch das gerade erst wiederaufgenommene Vortragsprogramm für Besuchergruppen im Pavillon musste zunächst für den Rest der Woche wiederum eingestellt werden. …

Luftaufnahme des Radio-Observatoriums Effelsberg am Morgen des 15. Juli 2021. Das Bild zeigt im Vordergrund den komplett überfluteten „Low-Band“-Teil der Effelsberg-Station des europäischen LOFAR-Teleskopnetzwerks. Auch der Bereich der alten Werkhalle direkt davor ist überflutet. Im Hintergrund das 100-m-Radioteleskop und links daneben das Observatoriumsgebäude mit Steuerraum.
© Norbert Tacken/MPIfR

Die Wirtschaftswoche berichtet
Katastrophenhilfe – Weltraumforschung behindert Helfer in den Überflutungsgebieten
voThomas Kuhn Wegen einer möglichen Störung des Radioteleskops in Bad Münstereifel-Effelsberg konnten Rettungskräfte an Ahr und Erft tagelang ihre Satellitentelefone nicht nutzen. Katastrophenschützer sind empört.

Nach dem Ausfall der Telefon- und Funknetze in der Katastrophenregion wollten Helfer von THW, Polizei und Feuerwehr, wie hier in Bad Neuenahr auf Satellitentelefone ausweichen. Vielfach ohne Erfolg.
imago images/Bonnfilm

Ausgerechnet die Suche nach Galaxien und schwarzen Löchern hat die Arbeit der Rettungskräfte nach der Hochwasserkatastrophe in der Eifel tagelang behindert. Sie konnten die Sprach- und Datenkommunikation über den Satellitendienst Iridium nicht nutzen. Denn der Netzbetreiber darf aufgrund einer Anordnung der Bundesnetzagentur in der Region seit Jahren keine Satellitentelefonverbindungen vermitteln.
Die von Iridium genutzten Funkfrequenzen im sogenannten L-Band könnten nämlich das von der Max-Planck-Gesellschaft für die Kosmosforschung genutzte Radioteleskop in Bad Münstereifel-Effelsberg stören. Bereits vor Jahren hatte die Bonner Behörde dem Netzbetreiber mit Sitz im US-Bundesstaat Maryland daher auferlegt, den Verbindungsaufbau in einem rund 30 Kilometer großen Radius um das Forschungsteleskop zu blockieren. 

Nachtrag 2021-10-15
Das MPI nimmt am Folgetag hierzu Stellung und betont, dass das MPI die Aufhebung der Sperren nicht hätte anweisen können, Änderungen der von den Iridium-Betreibern (nicht) versorgten Gebiete können tatsächlich nur über die Bundesnetzagentur bei Iridium vernlasst werden. Den Weg hätten sie der anfragenden Bundeswehr auch sofort aufgezeigt.
Ergänzend noch eine Auskunft der Bundesnetzagentur und Infos zur Alternative des Digitalen Behördenfunks, für BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben)

28. Juni 2021  China zeigt Videos, Selfies und Tonaufnahmen vom Mars
hier zB bei heise.de

chinesische Marssonde Zjurong 2021

Was macht eigentlich
das größte Radiotelekop der Erde  –  FAST ?
F
ive-hundred-meter Aperture Spherical radio Telescope
 五百米口径球面射电望远镜, Pinyin wǔbǎi mǐ kǒujìng qiúmiàn shèdiàn wàngyuǎnjìng, Spitzname Tianyan ( „Himmelsauge“)

FAST China im Bau 2015

https://fast.bao.ac.cn/
Im Südwesten Chinas, 9000 Menschen wurden umgesiedelt, um el.magn. Störungen zu vermeiden, Baubeginn2011.  Es nahm 2016 mit 3-jährigen Kalibrierungen die Arbeit auf.  Inwischen hat man schon mehr als 300 schnell rotierende Neutronensterne (Pulsare) entdeckt. Man forscht auch an Fast Radio Bursts. Wer sich über die – im Vergleich z.B. zu Effelsberg – enorme Göße wundert: Das Teleskop ist nicht beweglich (so wie Arecibo mit 300 m in Puerto Rico,  das im Dezember 2020 kollabierte)!

22. Mai 2021   chinesische Mars-Sonde – der Rover fährt!
Der Rover, ca. 240 kg schwer, mit 6 Rädern und solar angetrieben, ist seine erste Strecke gefahren. Damit ist China nach den USA der zweite Staat, dem es gelingt, ein Fahrzeug auf dem Mars zu bewegen.

Solar Panel und Antenne des Zhurong Rover,  2021-05-19

17. Mai 2021  Sonne – Solar Orbiter filmt gigantischen Massenauswurf

CME 2021-02-12

Die Sonde Solar Orbiter wurde am 10. Februar 2020 gestartet. Inzwischen in der Sonnen-Umlaufbahn angekommen, kalibriert sie eigentlich noch ihre Instrumente und hat noch gar nicht zu messen begonnnen. Aber am 12. Februar 2021 gelangen schon, eher per Zufall, diese Filmaufnahmen mit 3 Kameras (extremes UV; mit abgedeckter Sonnenscheibe für die Corona; Störungen des Sonenwindes über dessen Elektronen gemessen [Extreme Ultraviolet Imager (EUI), Metis-Koronagraf, Solar Orbiter Heliospheric Imager (SoloHI)}. Ein solcher koronaler Massenauswurf heißt auch CME (Coronal Mass Ejection).

Film der ESA: Solar Orbiter images coronal mass ejections
Bericht in Spektrum dW 17. Mai 2021

 

Was macht eigentlich
die Sonde New Horizons auf dem Weg, das Sonnensystem zu verlassen?
Gestartet 2006, 2015 Vorbeiflug am Zwergplaneten Pluto und dessen Riesen-Mond Charon mit unerwarteten Fotos. 1.1.2019 Vorbeiflug in 3528 km Abstand am Kleinplaneten Arrokot (Distanz zur Erde dabei 6,5 Mrd. km).

Kleinplanet Arrokoth, Foto von New Horizons 2019
Flugbahn von New Horizons zum Kuiper Gürtel – Kleinplanet Arrokoth

Die Daten hat das MPI Heidelberg jetzt ausgewertet und Bilder zur Genese erstellt. Ergebnisse: Der seltsame Himmelskörper ist ca. 4 Mrd. Jahre alt, 36 km lang, besteht aus zwei abgeplatten Kugeln (man könnte auch sagen „sieht aus wie eine Kartoffel“), rötlich, wenige Krater, vermutlich bestehend aus gefrorenen Gasen und Staub. Bezeichnung zuerst 2014 MU69, dann Ultima Thule („letzte Insel, Ende der Welt“), dann von der NASA in Arrokoth („Himmel“ in der indianischen Algonquin- und Powhatan-Sprache) umbenannt, um den Begriff „Thule“ zu meiden, auf den sich auch in den USA Rechtsradikale stützen.
Jetzt ist New Horizons mit ca. 50.000 km/h weiter dabei, das Sonnensystem durch den Kuiper-Gürtel zu verlassen. Die Energie zum Funken sollte bis 2035 reichen.

https://de.wikipedia.org/wiki/New_Horizons
„Neben der wissenschaftlichen Ausrüstung befinden sich an Bord von New Horizons einige kulturelle Gegenstände. Darunter zwei Viertel-Dollar-Münzen  von Maryland und Florida (den Staaten, in denen die Sonde gebaut und gestartet wurde), ein Bauteil voSpaceShipOne eine CD mit 434.738 Namen von Internet-Nutzern, die sich auf der New-Horizons-Homepage für die „Send-Your-Name-to-Pluto“-Aktion angemeldet hatten, und eine 1991 ausgegebene US-Briefmarke mit der Aufschrift „Pluto Not Yet Explored“. Es ist die Briefmarke, die bisher am weitesten gereist ist und damit auch den Guiness-Weltrekord hält. An Bord befindet sich auch ein Gefäß mit etwa 30 Gramm Asche vClyde Tombaugh, der Pluto 1930 entdeckte.“  –  Na, da werden die Archäologen anderer Sternensysteme ja ihren Spaß haben!

zum Entdecker des Pluto, Clyde Tombaugh

Clyde Tombaugh

 

14. Mai 2021   Die chinesische Mars-Sonde ist jetzt gelandet

Mars-Rover Zhurong Modell

Im Juli 2020 war das chinesiche Raumschiff „Tianwen-1“ gestartet, im Februar 2021 hatte es die Mars-Umlaufbahn erreicht. Jetzt setzte das Landemodul mit dem Rover „Zhurong“ an Bord an Fallschirmen auf der Oberfläche des Roten Planeten auf.
Der Landeort ist in einem mehrere tausend km weiten Bassin (Utopia Planitia, Nowhere-Land-Ebene), das einmal von einem Ozean bedeckt gewesen sein könnte, vermutlich ein Einschlagkrater mit 3.200 km Durchmesser. In der TV-Serie StarTrek  befinden sich dort (auf der Oberfläche und im Orbit) die Utopia-Planitia-Flottenwerften. In der Realität landete hier 1976 die NASA Viking 2.
Zum Vergleich: Der Asteroid in Yucatan (Mexico),  dessen Einschlag  vermutlich das Leben der Dinosaurier vor 65 Mio. Jahren auslöschte, erzeugte einen Krater mit nur 180 km Durchmesser.
Nach der erfolgreiche NASA-Landung am 18. Februar von Perseverance (und zuvor von Curiosity) ist China die zweite Nation mit der erfolgreichen Landung eines Fahrzeugs auf dem Mars. (Der Sowjetunion gelang in den 1970er-Jahren zwar eine Landung, sofort nach der Landung ging der Kontakt zu der Sonde aber verloren.) Und auch die chinesischen Wissenschaftler durchlebten „7 minutes of terror“, die Zeitverzögerung, mit der auch bei Lichtgeschwindigkeit die Funksignale bei 200 Mio. km Distanz in beiden Richtungen unterwegs sind.

 

Baumaßnahme an der Benzenberg-Sternwarte  –  Geländer

Zuweg neues Geländer 1
Zuweg neues Geländer 2

Die Nutzer der Sternwarte hatten zwar seit der Inbetriebnahme hier kein Problem wahrgenommen, aber die Stadt Düsseldorf als Grundstücks- und Gebäudeeigentümerin muss natürlich Normen für Wege, Treppen und Geländer beachten. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, das Geländer der Brücke, über die man vom sozusagen Festland zum frei stehenden Gebäude kommt, zu „ertüchtigen“.
Das ist durch Einzug zusätzlicher Stahlseile passiert. In die Frage der technischen Realisierung hat sich auch noch einmal der Architekt der Sternwarte, Jürgen Ringel eingebracht. Im Ergebnis konnte die klare, transparente Optik seines Konzepts bewahrt bleiben.
Jetzt ist also der Weg zum und ins Weltall in Benrath noch schöner und sicherer, als er zuvor schon war!

8. Mai  2021  Der bekannte 36. Astronomie und Techniktreff mit vielen Fachvorträgen (und Teile- und Gerätemarkt) fand in 2021 vollständig digital statt. Veranstalter Walter-Hohman-Sternwarte Essen. Einen Teil der Vorträge kann man noch auf Youtube anschauen. Es gibt auch einige Grundlagen-Videos für Einsteiger:
https://www.att-digital.de/index.php/de/

5. Mai   Johann F. Benzenberg hat Geburtstag  (den 244.)

Johann-Friedrich Benzenberg 1777 – 1846

29. April 2021   chinesiche Raumstation gestartet
China hat heute das Kernmodul für seine geplante eigene Raumstation in die Umlaufbahn gebracht.

Chinesische schwere Trägerrakete Langer Marsch 5 2021-04-29 Kosmodrom Wenchang

Die Rakete vom Typ »Langer Marsch 5B« startete vom Raumfahrtbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan mit dem 22 t schweren Modul »Tianhe« (Himmlische Harmonie). Es soll den Hauptteil der zukünftigen Raumstation bilden, mit deren Fertigstellung 2022 gerechnet wird. Tianhe ist 16,6 m lang und hat einen Durchmesser von 4,2 m. Es ist das größte Raumschiff, das China bisher gebaut hat. Drei andere Raumschiffe werden andocken können – zwei auch für längere Zeit. Das Kernmodul sorgt für Strom und Antrieb und bietet Unterkünfte für drei Astronauten, die bis zu sechs Monate an Bord bleiben können. Zwei weitere Raumflüge sind für Mai geplant: Das Cargo-Raumschiff »Tianzhou-2« soll mit Treibstoff und Versorgungsgütern andocken. Drei Astronauten sollen an Bord von »Shenzhou-12« möglicherweise im Juni zu Tianhe fliegen.

Der Aufbau der  Internationalen Raumstation ISS  im Weltall begann 1998. China war seinerzeit wegen Bedenken der USA nicht zu einer Miwirkung eingeladen worden.
Wenn die ISS 2025/2028 (?) ihren Dienst einstellt, wird China danach die einzige Nation sein, die einen ständigen Außenposten im Weltraum betreibt.

China Raumstation I»Tiangong-3« (Himmelspalast) llustration

Die Raumsation soll dann »Tiangong-3« (Himmelspalast) heißen und etwa ein Sechstel der Masse der ISS haben, die es auf mehr als 400 Tonnen bringt. Die Station sei eher mit der früheren russischen Raumstation Mir vergleichbar, sagen Experten. Die Station Mir („Frieden“) kreiste von 1986 bis zu ihrem kontrollierten Absturz 2001 um die Erde.

Hier der aktuelle Blick der Astronauten der ISS aus dem Fenster und die Position bzw. Bahnkurve der Station.

https://www.astroviewer.net/iss/de/index.php


27. April (und 26. Mai)   Größter Vollmond des Jahres 2021  „Supermond“

Vollmonde in unterschiedlichem Abstand

Bericht mit vielen grundsätzlichen Erklärungen zu der schwankenden Größe unseres Mondes vom BR


19. April 2021   Mars – Ingenuity
– Der erste Flug eines Helikopters auf einem anderen Himmelskörper
https://www.space.com/mars-helicopter-ingenuity-first-flight-success

18. April 2021   Startet der Mars-Heli heute?
Wenn jmd. meint, der Flug sei ja doch etwas kurz: Der erste Flug eines Motorflugzeugs auf der Erde am 17. Dezember 1903  in North Carolina dauerte auch nur 12 s. Die Brüder Wright und überwanden (einzeln)  36 Meter, die in die Geschichte eingingen.


15. April 2021, 19.00 Uhr 
Vortrag Sternwarte Neanderhöhe Erkrath-Hochdal
Wie weit ist es bis zu den Sternen?
Wie Frauen dazu beitrugen, die Astronomie zu revolutionieren.
Beim Blick in den Sternenhimmel erahnen wir die sprichwörtlichen unendlichen Weiten des Weltalls. Erst 1838 gelang die erste zuverlässige Messung einer Sternentfernung. Und noch vor hundert Jahren war die Größe der Milchstraße unbekannt. Erst die Pionierleistung der Astronomin Henrietta Swan Leavitt öffnete das Tor zu den Entfernungen bis in die nächsten Galaxien. Der Vortrag stellt die wichtigsten Methoden vor, die in der Astronomie heute verwendet werden. Dabei lernen wir, wie zentral der Beitrag von Frauen in ihrer Entwicklung war, deren Namen heute kaum jemand kennt.
Dr. Markus Nielbock, Haus der Astronomie und Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg
Wer den Vortrag nicht im Stream und Chat hat verfolgen können,  er ist abrufbar  über den Youtube-Kanal der Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl e.v. .


13. April 2021   Mars-Sonde Perseverance – Helikopter Ingenuity

Helikopter Ingenuity vom Rover aus

Jungfernflug verschoben. Bei Tests des Motors traten Probleme auf, so dass der für den 11.4. geplante Erstflug eines Fluggeräts auf einem fremden Himmelskörper verschoben wird. Laut Nasa möchte man ein Softwareupdate installieren (Quelle upi.com). Erst danach könne man dann den ersten Flug versuchen. Geplant ist, dass er 30 s in 3 m Höhe schweben wird.

12. April 1961 –
60. Jahrestag: Juri Gagarin ist der erste Mensch im Weltraum
Es war der dritte Triumph in Folge, die Sowjetunion (UdSSR [Union der sozialistischen Sowjet-Republiken]) jubelte. Mit dem Satelliten „Sputnik“ (heißt „Begleiter“) hatte sie das erste künstliche Objekt am 4. Oktober 1957 in eine Erdumlaufbahn gebracht. Die piepsenden Funk-Signale des Sputniks konnten in aller Welt empfangen werden. In Westeuropa fing sie Heinz Kaminski in der Volkssternwarte Bochum als Erster auf.
Mit der Hündin Laika brachte die UdSSR auch das erste Lebewesen an Bord von „Sputnik 2“ in den Weltraum.
Und der erste Mensch im All war ein Russe. Am 12. April 1961 startete der damals 27-jährige Juri Gagarin mit Vostok 1 („der Osten“), umrundete in 108 Minuten einmal die Erde und landete danach sicher im Südwesten Russlands.

Erläuterung zu den Fotos
UdSSR schreibt sich auf kyrillisch CCCP.
„Neues Deutschland“ war die Staatstageszeitung in der DDR, die sich als sozialistischer Bruderstaat der UdSSR sah.

Neben dem Ringen um naturwissenschaftliche Erkenntnisse und dem enormen Bemühen um technologischen Fortschritt war Motor und Geldquelle für die Entwicklung der Raumfahrt „der Kampf der Systeme“ USA gegen UdSSR. Man musste – auch für die übrigen Staaten in den Blöcken – deutlich machen, dass man die militärische Supermacht sei. Und wer Satelliten auf Umlaufbahnen schießen kann, kann natürlich (atomare)  Interkontinentalraketen einsetzen.
Dass „die Russen“ die ersten Runden (erster künstlicher Satellit (führte im Westen zum „Sputnik-Schock“; erster Mensch im All (war also der Beginn der bemannten Raumfahrt)) für sich entschieden hatten, gewährte Präsident John F. Kennedy die Grundlage für das politische Ziel, das er nur Tage nach Gagarins Weltraumflug im Kongress verkündete: Bis zum Ende des Jahrzehnts würden die USA einen Menschen auf den Mond und wieder sicher zurück zur Erde bringen. Dieses Ziel war unbestreitbar gigantisch!

(Wie praktisch, dass seit 1959 bei der Nasa an der Entwicklung der Saturn-Trägerraketen der Raketen-Ingenieur und Raumfahrt-Enthusiast Wernher von Braun mitarbeitete. Dieser hatte für Deutschland die V-2-Raketen mitentwickelt, die im Zweiten Weltkrieg in London, S-England , Antwerpen und Lüttich zu Tausenden Toten unter der Zivilbevölkerung führten. Zusammen mit Hunderten anderen deutschen Wissenschaftlern war er nach Kriegsende im Zuge der Operation Paperclip in die USA gebracht worden. Das „Einstellungsgespräch“ soll wohl verkürzt etwa aus der Frage bestanden haben, ob er in den Nürnberger Prozessen als Kriegsverbrecher gehängt oder in den USA an Raketenentwicklungen mitarbeiten wolle. Von Braun wählte Variante zwei.)

Hintergrundgeschichten  zu Juri Gagarin aus der von mir (Manfred Heise) nicht einschätzbaren Quelle „Russia Beyond“.
Er war übrigens nur 1,57 m groß und hatte bis zu seiner Nominierung als Kandidat für den erstenWeltraumflug nur 247 Flugstunden absolviert.

1. April 2021   Geburtstag: Das  Radioteleskop Effelsberg wird 50!
Pressemitteilung von Dr. Norbert Junkes, MPI Bonn, den ja die vorigen Jahrgänge unserer Astrophysik-Projektkurse alle perönlich kennen lernen durften:
Das 100m-Radioteleskop des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie begeht im Jahr 2021 seinen 50. Geburtstag. Zu diesem Anlass wird am 1. April 2021 eine Sonderbriefmarke „50 Jahre 100m-Radioteleskop Effelsberg“ herausgegeben. Der Aufbau des Teleskops in einem Eifeltal ca. 40 km südwestlich von Bonn erfolgte in gut dreieinhalbjähriger Bauzeit von 1967 bis 1971. Am 12. Mai 1971 erfolgte das Richtfest in Form einer feierlichen Eröffnung am Standort des Teleskops, nicht weit entfernt von den beiden Eifeldörfern Effelsberg und Lethert, inzwischen Ortsteile der Stadt Bad Münstereifel.
Ein gutes Jahr später, am 1. August 1972, konnte dann der volle Messbetrieb mit dem Radioteleskop Effelsberg aufgenommen werden. In den vergangenen fünf Jahrzehnten wurde eine Reihe erfolgreicher Beobachtungen des Universums im Bereich der Radiowellen mit dem Teleskop durchgeführt, von unserer kosmischen Nachbarschaft in der Milchstraße bis zu fernen und fernsten Galaxien. Während dieser Zeit erfolgte eine stetige technische Aufrüstung des Radioteleskops, so dass es auch heute noch zu den leistungsfähigsten Teleskopen der Erde zählt. Das 100m-Teleskop ist nach wie vor ein zentraler Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit des Instituts.

Wer sie erwerben möchte:

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1. April 2021   Vulkanausbruch auf dem Mars? (Bild erschien am 1. April 2021 bei wetteronline.de)
Doch nicht – sondern eine Wolke, benannt AMEC (Arsia Mons Elongated Cloud)
 In der WELT vom 23.03.2021 dazu ein  interessanter Bericht.
Und von der ESA am 09.03.2021 die Erklärung und auch bewegte Bilder!

8. 9. April 2021   da-Vinci-Glow  sichtbar beim sichelförmigen Mond  (auch in den Folgewochen)
In Sichelmond-Nächten im April und Mai ist der Erdschein, auch da-Vinci-Glow genannt, besonders gut sichtbar. Bei klarem Himmel ist die dunkle Mondoberfläche dann als fahle Kugel zu erkennen.

Erdschein auf dem zunehmenden Mond
Adrian Michael, Dez. 2014
Skizze zum Erdschein  Leonardo da Vinci ca. 1505 Codex Leicester
da Vinci glow – Doppelseite Codex Leicester
Leonardo da Vinci ca. 1505

 

 

 

 

 

 

Wer den da Vinci-Text nicht lesen kann: Spiegelschrift! (Linkshänder!)

Starts der Mars-Sonden 2020
Wir hatten ja im Juli 2020 berichtet, dass ein reger Flugverkehr zum Mars startete:
7. Juli 2020   Vereinigte Arabische Emirate
„al-Hamal“ („Hoffnung“), sie schicken einen Orbiter, Landegerät, Rover. Es ist ihre erste Mars-Sonde.
23. Juli 2020   China 
„Tianwen-1“ („Fragen an den Himmel“)
30. Juli 2020   USA „Perseverance“ Skycrane, Rover, Hubschrauber

18. Februar 2021   Die US-Mars-Sonde Perseverance ist jetzt gelandet und hat sensationelle Fotos und Videos übermittelt. Die Landung am Fallschirm – das Ablassen vom Skycrane –  hat geklappt! In den Seilen wurden 60 kg Aramid der niederländischen Firma „Teijin Aramid“ (die auch einen Sitz in Wuppertal hat) verarbeitet.
Der Rover fährt, der kleine Hubschrauber testet sich noch.  Das Mikrofon hat schon Windgeräusche übertragen.

Jezero-Krater Panorama aus 124 Einzelbildern2021-02
im Jezero-Krater, Fels winderodiert 2021-02

Film der Landung
Bilder und Videos der NASA

Geheime Botschaften ?? !!
schon ein lustig Völkchen, diese Physiker / Ingenieure /Astrofreaks
meint   •••• • •• ••• •
Der Spiegel. Netzwelt  Matthias Kremp
»Perseverance« – Rätsel Internetnutzer entdecken verborgene Botschaft in Mars-Fallschirm

Perseverance-Fallschirm NASA

Die Landung des Mars-Rovers »Perseverance« ist nicht nur eine technische Leistung. Für manche steckt sie auch voller geheimer Rätsel. Eines davon ist nun gelöst worden.
Die NASA-Ingeneure haben dem fallschrim ja ein lustiges rot-weiß-Muster gegeben. Bedeutet das etwas, sind heir geheime Botschaften an Außerirdische versteckt? …
JA!
Das wird verständlich in dem Spiegel-Artikel erklärt, vor allem aber hier, auf hohem Niveau, trotzdem verständlich (wenn man den ASCII-Code kennt):
auf Reddit.com  („view entire discussion“)
dare mighty things – der Leitspruch des JPL (Jet Propulsion Laboratory, das federführend Perseverance und frühere Sonden und Satelliten entwickelt hat). Die haben sich auch schon den Spaß erlaubt, die Reifen des Curiosity-Rovers „JPL“ in Morsezeichen in den Mars-Staub schreiben zu lassen.
Der vierte Ring zeigt 34°11’58“ N 118°10’31“ W, die Geo-Koordinaten des JPL.


Wer kam auf den Namen „perseverance  –  Ausdauer“? 
Ein 7.-Klässler aus Virginia!
   der NASA-Bericht

Im Juli wird die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA zum Mars aufbrechen. Mit an Bord befindet sich ein Rover, der auf der Marsoberfläche landen soll. Zur Namensfindung rief die NASA zum Wettbewerb „Name the Rover“ aus und erhielt 28.000 Vorschläge. Sieger wurde der Siebtklässler Alexander Mather mit seiner Idee: Perseverance.

Mars Rover
Künstlerische Darstellung vom Mars-Rover Perseverance. Bildrechte: NASA

Die NASA ist dafür bekannt, dass sie Schülerwettbewerbe ausruft. So bekam sie auch zu diesem Aufruf Beiträge aus allen US-Bundesstaaten und Territorien zugeschickt. Aus den 28.000 Beiträgen wurden 155 Semifinalisten ausgewählt, die von  4.700 Freiwilligen, darunter Richter, Pädagoge sowie Fachleute und Raumfahrtbegeisterte, bestimmt wurden. In die Schlussrunde kamen letztendlich neun Namen. Darauf startete die NASA eine öffentliche und weltweite Online-Abstimmung, bei der 770.000 Stimmen eingingen.

Perseverance steht für Ausdauer

Ein Junge zwischen einem Mann und einer Frau
Alexander Mather, der Sieger der Wettbewerbs, wird von der NASA an seiner Schule geehrt. Bildrechte: NASA

Die Wahl fiel auf „Perseverance“. Den Namen hat der 13-Jährige Alexander Mather aus Virgina wohlbedacht gewählt, er steht für Ausdauer und Durchhaltevermögen: „Wir Menschen haben uns als Geschöpfe entwickelt, die sich an jede noch so harte Situation anpassen können. Wir sind eine Art von Entdeckern und werden auf dem Weg zum Mars viele Rückschläge erleben. Trotzdem, wir können durchhalten.“

Dabei war Alexander aber nicht immer der Space-Enthusiast von heute. Er machte lieber Videospiele, als in den Sternenhimmel zu schauen. Im Sommer 2018 änderte sich alles. Da besuchte er das Space Camp in Alabama, wo er das erste Mal vor einer lebensgroßen Saturn V stand – der Rakete, die die Apollo-Astronauten in den Weltraum transportiert hat. Die Internetseite der NASA kontrolliert er seitdem jeden Tag und alle Autobiografien von Astronauten, die er in die Hände bekommt, verschlingt er regelrecht. Selbst vor flugfähigen Modellraketen, die er im 3D-Druck herstellt, schreckt Alexander nicht zurück.

 

 

29. Januar 2021   Crowdfunding-Projekt für einen Fernrohr/Binokular-Führer Gerd Weber (der mit seiner Fachkunde und der optischen Bank alle optischen Komponenten unserer 3 Teleskope in den letzten 2 Jahren bei der Sanierung der Celestrons und des Coudé vemessen hat, weist auf dieses
Crowdfunding-Projekt für einen Fernrohr/Binokular-Führer hin.
Startnext Big Binoscout
D.h., alle die, die zwar ein Teleskop oder Fernglas haben, aber (auch gerade bei dem hellen Düsseldorfer Himmel) Schwierigkeiten haben, ihre Wunschobjekte zu finden, könen hier die Herstellung eines entsprechenden Himmelsführers mit ermöglichen.

 

Benzenberg-Sternwarte am Schloß-Gymnasium Benrath feiert Wiedereröffnung

| Bildung

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (r.) freut sich mit den Schülern Soumaya Lemlili und Felix Warnke über die Neueröffnung der Sternwarte am Schloß-Gymnasium Benrath. Das Prachtteleskop (M.) wurde im Zuge der Neueröffnung modernisiert; Fotos: Lammert
 

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (r.) freut sich mit den Schülern Soumaya Lemlili und Felix Warnke über die Neueröffnung der Sternwarte am Schloß-Gymnasium Benrath. Das Prachtteleskop (M.) wurde im Zuge der Neueröffnung modernisiert; Fotos: Lammert

Die Benzenberg-Sternwarte steht auf dem Schulgelände des Schloß-Gymnasiums Benrath. Neben der ansässigen Schulgemeinde haben auch Viertklässler aus dem Düsseldorfer Süden Zugang, um den Himmel per Prachtteleskop zu erkunden; Foto: Lammert
 

Die Benzenberg-Sternwarte steht auf dem Schulgelände des Schloß-Gymnasiums Benrath. Neben der ansässigen Schulgemeinde haben auch Viertklässler aus dem Düsseldorfer Süden Zugang, um den Himmel per Prachtteleskop zu erkunden; Foto: Lammert

Bei ausgewählten astronomischen Ereignissen können darüber hinaus interessierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer die Sternwarte besuchen; Foto: Lammert
 

Bei ausgewählten astronomischen Ereignissen können darüber hinaus interessierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer die Sternwarte besuchen; Foto: Lammert

Die Düsseldorfer Benzenberg-Sternwarte wurde am Montag, 23. November, am Schulstandort Schloß-Gymnasium Benrath im Beisein von Stadtdirektor Burkhard Hintzsche wieder eröffnet.

In den letzten zwei Jahren wurde die Sternwarte umfassend modernisiert. Alle drei Teleskope wurden komplett überholt und wieder einsatzfähig gemacht. Zahlreiche Sponsoren und Unterstützer haben zu diesem Erfolg beigetragen. Ein besonderes Highlight ist das über 50 Jahre alte Prachtteleskop, der 3 m Coudè-Refraktor, der mit Motor, Getriebe und Steuerung auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurde.

„Wir möchten an dieser Stelle der Stadt Düsseldorf, der WE-Heraeus-Stiftung, der BASF Düsseldorf, der Sparkasse Düsseldorf und dem Förderverein des Schloßgymnasiums für die finanzielle Unterstützung danken, ohne die eine Realisierung des Projekts nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderer Dank gilt auch Claudia Scheffler, Leiterin der Sternwarte, Manfred Heise,  Freundeskreis der Benzenberg-Sternwarte, Astrophysikerin Dr. Lisa Zimmermann und Andreas Berger, Astrogeräte Berger, ohne deren Initiative, deren Einsatz und deren Fachwissen diese Aufgabe nicht durchführbar gewesen wäre“, so Raimund Millard, Schulleiter des Schloß-Gymnasiums.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche bekräftigt, dass es ohne den Einsatz der vielen helfenden Hände nicht möglich gewesen wäre, die Wiedereröffnung zu realisieren und macht deutlich, wie besonders dieses Ereignis ist: „Die Sternwarte verbindet Schüler-Generationen und ermöglicht den Schülern und Schülerinnen eine ganz besondere und praxisnahe Lernweise. Für das Gymnasium mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt und ‚MINT-Ausrichtung‘ ist die neue Nutzungsmöglichkeit ein toller Mehrgewinn. Besonders freue ich mich, dass die Sternwarte eingeschränkt auch für Bürgerinnen und Bürger geöffnet werden soll. Wo hat man schon einmal die Möglichkeit, eine Mondfinsternis oder einen besonders nahestehenden Mars aus der Nähe zu betrachten.“

Hintergrund
1959 hatte die Stadt Düsseldorf beschlossen, die im Krieg zerstörte Bilker Sternwarte neu aufzubauen. Nach langem Ringen um den Standort wurde der Benrather Schlosspark als Standort gewählt. Die neu entstehende Benzenberg-Sternwarte wurde als Volks- und Schulsternwarte dem Schloß-Gymnasium angegliedert. Später folgte der Umzug mit dem Schloß-Gymnasium zur Hospitalstraße. Bei besonderen astronomischen Ereignissen ist die Sternwarte auch für interessierte Besucher zugänglich.

Die Corona-Regeln schließen eine Feier mit einer größeren Besuchergruppe leider aus, aber zeitversetzt kommen die verschiedenen Helfer und Unterstützer schauen. So erklärt Andreas Berger (Astrogeräte Berger) die Besonderheiten des Coudé-Refraktors. Coudé war nicht etwa ein berühmter französischer Teleskopbauer, sondern – sich auf den Strahlengang mit den vier Spiegeln beziehend – bedeutet es nur „geknickt“. Manfred Heise (ex-stellvertretender Schulleiter) zeichnet die historische Zeitlinie der Sternwarten in Düsseldorf nach. Erstaunlicherweise hatten die Jesuiten ca. die erste Beobachtungsmöglichkeit in Düsseldorf an der Mühlenstraße gebaut, der erste Astronom war der Jesuitenpater, der auch Beichtvater von Jan Wellem war.

Die vollständige Rede „Wer war Benzenberg – Geschichte der Düsseldorfer Sternwarten“ finden Sie hier. Die Zuhörer zeigten breites Eingeständnis, dass dieser Teil Düsseldorfer Geschichte ihnen völlig unbekannt sei.

Auch der Leiter der Instandsetzung, der bei BASF die Arbeiten betreute, freut sich über das makellose Finish des Coudés. Der Geschäftsführer der Heraeus-Stiftung vergewissert sich, dass ihr Geld auch gut verbaut wurde. Und der Architekt, Jürgen Ringel erzählt (mit 90) sehr lebendig, wie die Stadt seinen Entwurf für die jetzige Sternwarte als zu teuer ablehnte und er über Nacht eine schlankere Konstruktion neu ersann, sie Freitag früh an die Stadt faxte und das Bauvorhaben nach 4 Stunden genehmigt war. 2003 war dann die Übergabe des Gebäudes.

Hier noch einmal das Team, das in den 2 1/2 Jahren Kopf, Hand und Herz der sehr auwändigen Reparatur-, Retaurations- und Aufrüstungsarbeiten war.

Und hier mit dem Chef von Astrogeräte Berger, Andreas Berger, ohne dessen enorme Kenntnisse, Fähigkeiten und Netzwerek wir keine Chancen auf Realiisierung gehabt hätten.

 

Die Heraeus-Stiftung berichtet auf ihrer Webseite:

 

Übergabe des grund-sanierten und aufgerüsteten Coudé-Refraktors am 23.11.2020

Unsere Benzenberg-Sternwarte war doch leider in eine Art von Dornröschen-schlaf gefallen. Der Zahn der Zeit hatte so an allen 3 Geräten genagt (vor allem in Gestalt ungeheizter, feuchter kalter Herbst- und Winterluft, die alle Metalle rosten ließ und die Glas- und Spiegeloberflächen matt und milchig werden ließ).

2 Jahre lang haben jetzt viele helfende Händen und Firmen und Geldgeber eine Neustrukturierung und die  Wiederinbetriebnahme unterstützt.
Letzter, größter Schritt ist jetzt Montag, 23. November 2020, die Übergabe des Coudè- Refraktors an die Nutzer.

auf dem Weg zur BASF

Das ca. 55 Jahre alte, stolze 3 m Linsenfernrohr ist völlig zerlegt worden, die BASF hat die vielen hundert kg Metall sandgestrahlt, die Stadt Düsseldorf hat viel Geld in die Hand genommen und Astrogeräte Berger hat die Arbeiten anderer Firmen koordiniert (pulverbeschichten, lackieren, galvanisieren und brünieren, neu beschichten eines Spiegels (das Linsenfernrohr verfügt tatsächlich über 2). Vor allem aber hat Andreas Berger zahlreiche Arbeiten selbst durchgeführt: Lager ausgewechselt, die Optiken gereinigt, einen neuen Antriebsmotor eingebaut, eine neue Steuerung angepasst, die bei dem Sucherfernrohr fehlenden Teile neu gefertigt
 

Und als Krönung und riesigen Gewinn für die zukünftige Nutzung durch Schüler hat die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung es mit einem fünfstelligen Betrag ermöglicht, auch die zweite Achse steuerbar zu machen.

Konstruktion Getriebe

 

 

 

 

Damit geht jetzt die Funktionalität deutlich über den schon sehr feinen Original-Bauzustand hinaus. Jetzt kann des Teleskop per GoTo-Steuerung unterschiedliche Himmelsobjekte selbstständig anfahren. Das spart eine Menge Zeit, wenn Schüler darauf warten, endlich ans Okular zu dürfen, um selbst zu schauen. Glücklicherweise gibt es Firmen wie Astrogeräte Berger, die das hierfür nötige Getriebe berechnen und den 35 cm–Schneckenkranz (in Großbritannien) anfertigen lassen können.
Selbst die Justage ist jetzt besser als im Originalzustand. Mit einigen zusätzlich rekonstruierten Teilen konnte man die gesamte Optik per Laser einstellen. Einen Laser gab es vor 55 Jahren ja noch nicht.

Über dieselbe GoTo-Technik verfügen auch die (jüngeren) Spiegelteleskope.  Die Schüler und Schülerinnen finden dann in Zukunft identische Steuerungen an allen 3 Teleskopen vor, extrem praktisch!

Und vor der Riesenaufgabe „Sanierung des Coudé“ waren schon erfolgreich diese beiden  Spiegelteleskope, der 8 Zoll und der 14 Zoll Celestron,  „in die Werkstatt“ gekommen: Standrohre frisch pulverbeschichtet, Getriebe gewartet, Antriebsmotoren und Steuerung neu, Optiken justiert.

Und jetzt ist die Milchstraße noch eine Milchstraße, die anderen Himmelsobjekte aber sind nicht mehr milchig, sondern klar und scharf.

Also, an alle Schüler und Schülerinnen:
 Kopf hoch! Der Himmel ist offen!
 

 

 

Wo steht die ISS jetzt – live?  Tracker der ESA

Tracker mit hochauflösender Erdoberfläche

Wann überfliegt die ISS Düsseldorf?

 

Beobachtungsbücher aus der Schlossparkzeit

Jetzt sind auch alle Beobachtungsbücher der Mittelstation aus der Zeit, als die Benzenberg-Sternwarte noch im Schlosspark nahe der Orangerie stand , von Bernd Koch gescanned. Danke !!   Manfred Heise 2020-09-26
Man findet sie und damit den Zeitraum von 1966 – 1989 als PDFs unter /Die Düsseldorfer Sternwarten/3. Schulsternwarte .. im Schloßpark/Beobachtungsbücher

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bundesweiter Astronomietag Sa. 28. März 2020

2020-03-23:  online oder zu Hause

Quelle VdS

und Sa 24. Oktober 2020

Zu diesem jährlich stattfindenden bundesweiten Astronomietag wollten wir, Frau Scheffler, Frau Dr. Zimmermann, Herr Heise, natürlich auch einladen und an der Benzenberg- Sternwarte die Türen und das Dach aufmachen, um mit allen Interessierten ins Weltall zu schauen.

Aus dem gegebenen Anlass der Corona-Maßnahmen entfallen die öffentlichen Veranstaltungen und dieser Tag wird online stattfinden, so der Veranstalter „Vereinigung der Sternfreunde VdS“.   https://astronomietag.de/

Dabei ist das Wort „Corona“ für die Astronomiefreunde immer schon völlig positiv besetzt: So heißt ja auch der leuchtende Kranz, die leuchtende Krone, die die sehr helle Sonnenscheibe umgibt und die man – ohne technische Tricks – nur bei einer totalen Sonnenfinsternis aufleuchten sieht. Wunderschön!

Das Team der Astronomie-Kolleginnen und -Kollegen des Schloß-Gymnasiums möchte aber zum Ausgleich jetzt gerade auch für die Schüler und Schülerinnen, denen die Tage und Abende allmählich lang werden, Anregungen geben:

Vom Balkon oder Garten aus mit bloßem Auge oder einfachen Geräten sind jetzt abends Ende März sichtbar

– Die schmale Sichel des zunehmenden Mondes.
– Darüber der Planet Venus, auffällig hell.
– Eine Handbreit höher die Gruppe der Plejaden.
– Zum letzten Mal die Wintersternbilder in voller Pracht, abends im Südwesten untergehend der Orion mit seinen drei Gürtelsternen. (Und dem linken Schulterstern Betelgeuze – hier gab es im Winter die Diskussion, ob die überraschende Verdunkelung eine Supernova ankündige. Das hat sich jetzt geklärt: Es sind nur Staubmassen, die den 640 Lichtjahre entfernten Stern verdunkeln.)
– Im Südwesten sieht man das „Wintersechseck“ mit Sirius, Rigel, Aldebaran, Capella, Pollux, Prokyon.
– Richtung Süden sieht man – auch am licht-verschmutzten Großstadthimmel – den Hauptstern des Löwen (Regulus) und Spica in der Jungfrau.
– Genau über dem Betrachter steht der große Bär mit seinen sieben hellsten Sternen, die den großen Wagen bilden.

Für kleinere Objekte und astronomische Fragestellungen können die Beschäftigung suchenden Kinder und Jugendlichen im Internet recherchieren:

– Was ist das Besondere mit den Sternen des Sternbilds Großer Bär, dem Bärenstrom?
– Was hat es mit dem zweiten Mond der Erde auf sich “2020 CD3“, den man im Februar 2020 entdeckt hat (groß wie ein Auto, also winzig).
– Vor Weihnachten zog ein extrasolarer „Besucher“, also von außerhalb des Sonnensystems, dicht an der Erde vorbei. Woher stammt der Komet „2l/Borisov“?
– Findet man den ersten Film einer Eruption eines Kometen „46P/Wirtanen“ aus Dezember 2019?
– Was ist eine Supernova? Hätte die von Betelgeuze die Erde bedroht? (Erst zweimal haben Menschen eine beobachtet: 4. Juli 1054 in China, 1604 durch Kepler und Zeitgenossen.)
– Was passiert in und um ein schwarzes Loch, dessen erstes Bild am 10. April 2019 vorgestellt wurde und das mit Hilfe des Max-Planck-Instituts Bonn entstand?

Wenn den Eltern die Namen der Sterne und Sternbilder nicht parat sind: Hier kann man sich klassisch mit der drehbaren Sternkarte orientieren; es gibt sie noch zu kaufen, sogar nachtleuchtend, das erspart die Taschenlampe.

Unsere Astronomie-Schüler und -Schülerinnen am Schloß-Gymnasium nehmen aber wohl lieber die superleicht zu bedienende App „SkyView Free“, die mit Standort und externen Daten nicht nur die Sterne, sondern auch die Planeten und sogar die ISS korrekt anzeigt.

Der Oberstufenprojektkurs Astrophysik am Schloß mit Account für die „Slooh-Teleskope“ auf dem Teide in Teneriffa kann natürlich hier von zu Hause aus Zeiten anfordern und dort ein Teleskop  benutzen und steuern.

Es gibt aber für jeden  freie webbasierte Teleskope, die das Weltall mit schon vorhandenen Aufnahmen abbilden.
z.B. http://worldwidetelescope.org/webclient/           dann „Explore“ oder „Guided Tours“.

Von Eltern und Schülern hören wir zunehmend, dass man Anregungen, womit man das durchaus neugierige Kind oder den Jugendlichen sich zu beschäftigen ermuntern kann, gerne aufnehmen würde.

Gewissermaßen also mit der Devise „Kopf hoch, dass Weltall ist offen“ gibt es viel zu sehen und man kann viel recherchieren, was da mit optischen oder Radio- oder Weltraumteleskopen Monat für Monat neu entdeckt wird.

Mit besten Grüßen aus dem Home-Office,
Manfred Heise

 

 

Sternstündchen 2020 in der Benzenberg-StW

2020-03-23:  In 2020 haben ja wieder einige Besuche von GS-Klassen in der Benzenberg-Sternwarte stattgefunden. Alle weiteren Termine sind erst einmal abgesagt. Wenn alle wieder planen können, sollen sie neu vereinbart werden.

Claudia Scheffler


 

Coudé-Sanierung hat begonnen!!

So sah er neu aus:

Foto: Roland Sommer

Erhebliche Spuren des Alters und der Nutzung
Fast 50 Jahre quasi im Freien, zumindest im Herbst und Winter ständig um den Taupunkt der Luftfeuchtigkeit herum,  matter werdende Linsen und Spiegel, Probleme mit Antriebsmoter und Welle, viele Schülergenerationen mit mehr oder weniger fein- oder grobmotorischen Fähigkeiten, zuletzt war unser Flaggschiff nicht nutzbar.
So sah er jetzt aus:

Ringel Heise – der Coudé

Der Architekt der Sternwarte Jürgen Ringel und Manfred Heise am 26. März 2019

Arbeitsfortschritte:
Vollständig zerlegt, alle Metallteile bei der BASF in D-Holthausen sandgestrahlt, das untere Standrohr (166 kg) gespachtelt und nass lackiert und wieder aufgestellt, (Pertinax-)Tubus des Hauptfernrohrs und (Alu-)Tubus des Sucherfernrohrs nass lackiert, alle anderen Metallteile pulverbeschichtet. Schrauben neu aus Edelstahl oder neu verzinkt.
Reparaturen Mechanik: Schneckenradgetriebe gewartet, Lagerringe neu, Motoren und FS2-Steuerung neu.
Optik bei Gerd Weber: Linsen gereinigt, ein Spiegel ersetzt, einer neu bedampft.
In Arbeit: Neubau der Nachführung um die 2. Achse.

Projektkurs Astrophysik Q2 in Effelsberg

2020-01-10_11Es ist erneut gelungen!! Unser Projektkurs Astrophysik kann wieder zum Radioteleskop Effelsberg fahren. Von Freitag, dem 10. bis Samstag, dem 11. Januar 2020, werden die Schüler und Schülerinnen unter Begleitung und Anleitung von Frau Dr. Zimmermann und Frau Scheffler dort selbst messen können!
Geplant: Sternfeldaufnahmen, Spektroskopie. Auswertung zur Stoffanalyse, Temperaturmessungen.
Und vor Ort, also an DIESEM ORT, werden sie ihre PJK-Referate halten können.

Da wird das absolute Handyverbot gerne in Kauf genommen werden.
Treffen 11:15, Abfahrt 11:30, Freitag 10. Januar 2010

Erste Eindrücke

Programm: Einführung durch Dr. Alex Kraus, Leiter des Radioteleskops. Über Treppen ud Aufzüge in 50 m Höhe auf die Antennenschüssel, an den Ort, wo alle Kabel zusammen laufen, Kontrollraum.
Stunden eigener Messungen mit vollem Programm für die vorüberlegten Objekte bis in die Nacht.
zusätzliche aktuelle Problemstellung: Da gerade jetzt Freitag 10.1. 20 Uhr der Mond in eine partielle Halbschattenfinsternis eintritt: Können wir messen, ob der Mond in der unteren Hälfte abkühlt?
Auch die Messungen klappen, zum Glück arbeitet das Radioteleskop bei Wellenlängen, bei denen der leichte Regen, der in der Eifel jetzt leider eingesetzt hat, nicht ernsthaft stört.
Übernachtung im Gästehaus.
Am nächsten Tag die Referate aller PJK-Teilnehmer. Mit im Publikum der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des MPIfR Dr. Norbert Junkes und Dr. Alan Roy, der das berühmte erste Bild eines schwarzen Loches 2019 mit errechnet hat, beide eigens am Samstag Vormittag aus Bonn dazu gekommen. Nicht unspannend für die Schüler, nicht nur vor Mitschülern und ihren Lehrerinnen, sondern vor Vollprofis zu

sprechen. Schon ein tolles Setting: Michael referiert darüber, wie das Bild des schwarzen Loches gemessen und errechnet wurde und einer der beteiligten „Welt-Liga“-Astronomen hört zu und ergänzt.
Spaziergang zum Besucherzentrum. Danach viele Ergänzungen zu den von den Schülern uns Schülerinnen angesprochenen Teilthemen durch Dr. Junkes.
Auswertungen der Messungen und um 22 Uhr wieder in Benrath.

Webcam aufs Teleskop
unser Beobachtungsplan Fr 10.1. ab 16 Uhr

Vollmond Freitag 10. Januar 2020

und zwar um 20:21, das ist ja noch nicht so spannend, obwohl es die längste Vollmondnacht seit 9 Jahren ist, aber:

Halbschattenfinsternis Freitag 10. Januar 2020

Der Mond durchlief also den Halbschatten der Erde. Er kam nicht in den Kernschatten, es wurde also keine partielle Mondfinsternis, sondern (nur) eine partielle Halbschattenmondfinsternis. Beginn 18:05, Maximum  20:10, Ende 22:14.

Quelle: https://news.astronomie.info/sky202001/mond.html

Hoffentlich viele Schülerinnen und Schüler sind dann  Freitag abend kurz nach 20 Uhr mal auf den Balkon oder in den Garten gegangen und haben mit bloßem Auge oder dem Feldstecher geschaut, dass der Mond vor allem im unteren Teil deutlich dunkler geworden ist. Die Sternwarte konnten wir leider nicht aufschieben, da alle Akteure in der Nacht in Effelsberg (dem Radioteleskop) waren .

Projektkurs Astrophysik Q2 Vortrag Erkrath

2019-12-12
Vortrag Prof. Dr. Norbert Junkes: “ Von der Nachbarschaft der Sonne zu fernen Galaxien – aktuelle Forschung am Radioteleskop Effelsberg“
Dr. Lisa Zimmermann / Claudia Scheffler

Exkursionen zum Stellarium Erkrath

2019-11-28
Die Astro-AGs fahren in das Stellarium Erkrath.
Claudia Scheffler
Ein paar Tage später (2019-12-05) fährt auch die 9a und unternimmt „Eine Reise zu den Anfängen des Universums“ Max Metelmann

Projektkurs Astrophysik Q2 am MPI für Radioastronomie in Bonn

2019-11-04
Einführungsreferat Prof. Dr. Norbert Junkes, Leiter Öffentlichkeitsarbeit MPIfR und Effelsberg, Besichtigung und Erläuterungen durch Dr. Alan Roy, stellv. Leiter der Korrrelatorgruppe, wie die Astrophysiker in Bonn mit dem „Korrelator“ das berühmte Foto vom schwarzen Loch berechnet haben.
Grundlage: Very-Long-Baseline Interferometrie (VLBI) und ein Superrechner in der Weltspitzenklasse.     Wie funktioniert VLBI?

Am 10. April 2019 wird das erste Bild eines schwarzen Loches aus der 55 Mio LJ entfernten Galaxie Messier 87 veröffentlicht: Aufnahme mit dem EHT (The Event Horizon Telescope Collaboration 2019a)..

Die Max-Planck-Forscher waren wesentlich beteiligt.

Sternstündchen 2019 in der Benzenberg-StW

Die letzten Besuchergruppen kommen in 2019 von der
GGS Adam-Stegerwald-Straße am Freitag den 13. 12., und von der
Willi-Fährmann-Schule GGS am Freitag, den 20.12.2019
Claudia Scheffler

 

Vorlesetag in der Sternwarte

Zeit in der Sternwarte: Freitag 22.11.2019 17-19
(Der bundesweite Vorlesetag findet am Freitag 15.11. statt.)
Vorgelesen wird aus dem spannenden Buch „Der geheime Schlüssel zum Universum“  von Lucy und Stephen Hawking von Michael Klopsch (aus der Q1) und Lucie Hagedorn (aus der 8a). Bei geeignetem Wetter Beobachtungen bis 20 Uhr

In Zusammenarbeit mit den „Astrozwergen“ an den Urania Sternwarten Jena
41 astronomische Einrichtungen machten mit !!  (Karte)

Vorlesenachmittag/-abend unter Sternen
Regen Zuspruch fand der Vorlesenachmittag in der Sternwarte. Fünft- und Sechstklässler kuschelten sich auf Isomatten und unter Decken und lauschten der spannenden Darbietung der beiden Vorlesenden Lucie Hagedorn (8a) und Michael Klopsch (Q1). Durch ihren lebhaften Vortrag rissen sie ihre Zuhörer mit, die gebannt an ihren Lippen hingen, während sie die spannenden Weltraumabenteuer von Georg, Annie und Eric vorlasen. „Vor allem der Ritt auf dem Kometen, als Annie und Georg heimlich den Computer von Eric, Annies Vater, nutzten, gefiel mir.“ so Soumaya, eine Schülerin der Astro-AG. Da das Wetter mitspielte, konnten die (kleinen) Zuhörer noch einige Sterne im Anschluss, wie Wega und Altair, zwei Sterne des Sommerdreiecks, beobachten.
Claudia Scheffler

Ein Teil der Zuhörer und Zuhörerinen im Beobachtungsraum (eigentlich im schwachen Licht der Leselampe für Michael oder Lucie)

Aufwärmen mit Tee, Keksen und Brownies

 

 


Liebe Besucher und Besucherinnen der Website der Benzenberg-Sternwarte!

Seit mehr als 60 Jahren gehört sie als Schulsternwarte zum Benrather Schloß-Gymnasium. Früher, als das Schloß-Gymnasium und dann beim Bau der Sternwarte beide im Benrather Schlosspark untergebracht waren. Nach dem Unzug der Schule zur Hospitalstraße kam auch hier später das neue Sternwartengebäude hinzu. Schule und Sternwarte befinden sich also seit Jahrzehnten im Süden Düsseldorfs in Benrath.

Diese Website soll die Aufgabe haben, auf reizvolle und markante Aktivitäten am Himmel, die wir erwarten dürfen, hinzuweisen. Dabei sollen Veranstaltungen im Rahmen des Unterrichts und der AGs , aber auch die, zu denen die Öffentlichkeit eingeladen ist und Beobachtungen in unserer Sternwarte möglich sein werden, angekündigt werden.

Außerdem soll über zurückliegende Aktivitäten, Projekte und Arbeiten berichtet werden.

Und die Geschichte der Astronomie in Düsseldorf, die zu unserer Benzenberg-Sternwarte geführt hat, soll dargestellt und mit einer Vielfalt an  Materialien belegt werden.

Hier seien alle, auch vor allem die vielen Ehemaligen, die im Laufe der Jahrzehnte an der Sternwarte gearbeitet haben, ermuntert, uns auf Fehler oder Lücken hinzuweisen. Wir würden aber auch sehr gerne die Texte und Fotos, die noch irgendwo auf Speichern oder in Kellern,  als Filme oder Abzüge oder auf alten Festplatten schlummern, hier digital Interessenten zugreifbar machen und so für die Zukunft zugreifbar halten.

Wir, das sind zur Zeit ein Team bestehend aus Frau Claudia Scheffler, Leiterin der Sternwarte und u.a. Physiklehrerin am Schloß-Gymnasium, Frau Dr. Lisa Zimmermann, Astrophysikerin, Herr Max Metelmann als Leiter des Fachbereichs Physik, der die Brücke zum Schulfach Physik darstellt, Herr Manfred Heise, ehemaliger stellvertretender Schulleiter und Schloß-Schüler Abi 74. Er stellte, damals noch im Schlosspark fest, wie kalt Winternächte sein können, wenn man mit dem Fahhrrad abends zur Schule kommt und das Dach eines Gebäudes aufschiebt und für die Beobachtungen am Teleskop sitzt. Er ist auch der Ansprechpartner für Fragen im Zusammenhang mit der Website.

Alle, die sich hier Mühe geben, die nächste Generation heranzuführen und zu begeistern für die Weiten des Weltalls und die unverändert enorme Neugier der Forscher weltweit,  die Mechanismen „da draußen“ zu verstehen, können lebhaft die Stimmung nachempfinden, die Immanuel Kant schon 1788 über den „bestirnten Himmel über sich“ äußerte:
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Ich sehe sie beide vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz. Kritik der praktischen Vernunft, 1788. Kapitel 34. Beschluß

Falls sich auf alten Aufnahmen Menschen abgebildet sehen, die mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sind, bitte ich um entsprchende Info.

Manfred Heise.

Partner

Haus der Astronomie, Heidelberg

Das Schloß-Gymnasium ist Pertnerschule des Hauses der Astronomie.

Vereinigung des Sternenfreunde VdS

Die Benzenberg-Sternwarte ist Mitglied der Vereinigung der Sternenfreunde.